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Ich bin deine Smartwatch – und DAS war wirklich kein entspannter Urlaub.

Mann und Junge sitzen nebeneinander auf einem Sofa und schauen lächelnd auf ihre Smartwatches am linken Handgelenk

Oder: Wie ich auf dem Weg in euren Urlaub mehr über eure Familie gelernt habe, als mir lieb ist.

Hallo! Ich bin deine Smartwatch.

Eigentlich bin ich dafür da, dich durch den Alltag zu begleiten.

Ich zähle deine Schritte.
Ich messe deinen Puls.
Ich beobachte deinen Schlaf.
Ich erkenne deine Aktivitäten.
Ich analysiere deinen Stress.
Ich messe deine Atemfrequenz.
Und wenn du lange genug herumstehst, erinnere ich dich freundlich daran, dich doch bitte mal zu bewegen.

Kurz gesagt:

Ich weiß ziemlich genau, wie es dir geht. Und deshalb kann ich dir eines sagen:

Euer letzter Familienurlaub war alles. Nur nicht entspannt.

Ich habe jeden Schritt mitgezählt. Jeden Sprint registriert. Deinen Puls beobachtet. Deinen Stresslevel analysiert. Deine Atemfrequenz verfolgt. Deinen Schlaf ausgewertet.

Und ich weiß sogar, wie viele Kalorien du beim Wandern verbrannt hast.Ich weiß allerdings auch, wie viele davon du beim Abendessen direkt wieder zurückgeholt hast.

Aber dazu später mehr.

Los ging's …

 

Tag -30: „Lass uns Urlaub buchen!“

Du sitzt gemütlich auf dem Sofa. Dein Puls: entspannt. Dein Stresslevel: niedrig. Deine Aktivität: praktisch nicht vorhanden. Mit anderen Worten: Du bist gerade genau dort, wo ich dich am liebsten sehe.

Dann buchst du den Urlaub.

Ein paar Klicks und Flüge gebucht. Hotelzimmer auch gebucht.

Vorfreude aktiviert. Ich denke: „Ach schön. Das wird bestimmt ein entspannter Urlaub.“

Tja. Wie naiv ich doch war. Ich hätte es besser wissen müssen.

Schließlich kenne ich eure Familie schon.

 

Tag -3: Der Kofferwahnsinn beginnt

Plötzlich läufst du. Vom Schlafzimmer ins Kinderzimmer. Dann vom Kinderzimmer zurück ins Bad. Und danach vom Bad wieder ins Schlafzimmer.

Dann fällt dir plötzlich ein, dass jemand ein Kuscheltier braucht. Also wieder zurück ins Kinderzimmer. Warum braucht ein Kind eigentlich fünf Kuscheltiere für sieben Tage Urlaub?

Ich frage nur. Ich bin eine Smartwatch. Ich darf solche Fragen stellen!

Deine Schrittzahl steigt. Dein Puls auch.

Dein Stresslevel?

Sagen wir mal:Ich habe schon ruhigere Herzfrequenzkurven gesehen.

Zwischendurch wird diskutiert, ob drei Paar Schuhe wirklich reichen. Klare Antwort der Familie: Natürlich nicht! Ich registriere bereits über 6.000 Schritte. Und wir waren noch nicht einmal vor der Haustür. Mein Aktivitätsring freut sich. Ich überlege kurz, ob ich einen eigenen Urlaub beantragen kann.

 

Tag -2: Der Auto-Check

Du gehst zum Auto. Ich registriere ein moderates Aktivitätslevel.Dann beginnt die Bestandsaufnahme.

Tank? Halb leer.

Reifen? Schon ziemlich abgefahren.

Batterie?

Sagen wir mal so: Keine Ahnung.

Dein Puls steigt leicht.

Nicht wegen Sport, sondern definitiv wegen des Autos.

Du überlegst kurz und dann sagst du: „Ach, wird schon!“

Dein Stresslevel sagt meiner Meinung eher: „Nein.“

Dein Puls sagt ziemlich eindeutig: „Bitte nicht das auch noch!“

Deine Smartwatch sagt: „Ich habe das kommen sehen!“

 

Zum Glück gewinnt dann doch die Vernunft. Was bedeutet: Werkstatttermin, tanken, Reifendruck prüfen und Batterie checken.

Ich beobachte, wie dein Puls langsam wieder sinkt. Ein Meilenstein geschafft.

Ich würde ja sagen: Erholung kann jetzt beginnen, oder? Aber ich kenne euch inzwischen besser.

 

Tag -1: Moment mal … wo parken wir eigentlich?

Es ist Abend. Die Koffer stehen bereit. Und die Familie freut sich schon.

Dein Schlafziel für heute? Ambitioniert. Sehr ambitioniert.

Und dann frierst du plötzlich ein.

„Moment …“ Kurze Stille. „… wir brauchen ja noch einen Parkplatz am Flughafen!“

Dein Puls: Deutlicher Anstieg! Dein Stresslevel: Wir nähern uns dem roten Bereich.

Deine Schritte: Plötzlich wieder aufwärts. Denn jetzt beginnt der Sprint zum Laptop.

Webseite suchen, Parkplätze vergleichen, schnell Bewertungen lesen.

Shuttle oder Valet?

Parkhaus oder Außenparkplatz?

Was ist inklusive?

Wie weit ist es zum Flughafen?

Und gibt es morgens um 4 Uhr überhaupt einen Shuttle?

Ich sehe, wie du dich durch die Angebote klickst und wild mit deiner Frau diskutierst.

Dein Puls steigt. Deine Atemfrequenz verändert sich. Ich überlege kurz, ob ich „Bitte entspannen“ anzeigen soll.

Aber wir wissen beide:Das würde nichts bringen.

Dann endlich:

Ihr seid euch einig.

Gebucht.

Dein Puls sinkt.

Dein Stresslevel normalisiert sich.

Du atmest tief durch.

Ich registriere:

Erholung beginnt!

Für ungefähr sieben Stunden. Hahaha, natürlich nicht, 4h und 32 min!

 

Abflugtag

04:32 Uhr.

Dein Wecker klingelt seit 2 min. Ich habe deinen Schlaf mal wieder überwacht.

Sagen wir es so: Wenn Schlaf eine Schulnote wäre, würde ich heute lieber nichts sagen.

Deine Schlafdauer: Zu kurz.

Deine Erholung: Ausbaufähig.

Deine Motivation: Interessant wie unterirdisch negativ so etwas sein kann.

Dein Körper: Schreit sowas wie „Warum?“

Die Familie: „Wir wollen doch jetzt in den Urlaub!“

Ich: „Ihr seid schon im Urlaub?“

Aber egal.

Die Familie sitzt jetzt im Auto. Fast alle.

Ich registriere plötzlich eine deutliche Bewegung. Jemand rennt zurück ins Haus.

Puls steigt. Schritte steigen. Stresslevel steigt. Der Reisepass liegt noch auf dem Küchentisch.

Der Klassiker.

Ich kommentiere das nicht. Ich speichere es nur für später.Für meine persönlichen Urlaubserinnerungen.

 

Am Parkplatz

Ihr kommt an. Die Koffer werden ausgeladen.

Die Kinder steigen aus. Du steigst aus und deine Frau auch.

Deine Aktivität nimmt Fahrt auf. Dann schaut der Parkplatzmitarbeiter kurz auf dein Auto.

„Die Reifen sind wirklich am Ende.“

Stimmt.

„Und die Batterie?“

Keine Ahnung.

Ich sehe deinen Puls. Erneut leicht erhöht. Aber diesmal nicht wegen des frühen Aufstehens.Zum Glück bietet der Parkplatzanbieter zusätzliche Services an.

Während ihr im Urlaub seid, kann das Auto – je nach Angebot – technisch geprüft, die Batterie getestet oder das Fahrzeug gewartet und gereinigt werden.

Ich mag effiziente Menschen. Vor allem, wenn sie euch Arbeit abnehmen und ich weniger Stress wahrnehme.

 

Offener Kofferraum eines Vans mit mehreren Koffern und Taschen, davor ein Trolley auf dem Parkplatz

Shuttle geschafft!

Koffer rein.

Kinder rein. Ihr rein.

Alle sitzen. Niemand vergessen. Ein kleiner Sieg!

Ich registriere einen kurzen Anstieg der Aktivität. Dann geht es los.

Zwölf Minuten später steht ihr am Terminal. 

Ohne Umwege.

Ohne Parkplatzsuche.

Ohne hektisches Zurücklaufen zum Auto.

Dein Puls sinkt.

Dein Stresslevel sinkt und deine Atemfrequenz beruhigt sich. Ich registriere sogar einen kleinen Moment der Entspannung. Dann kommt die nächste gute Nachricht: Kaffee!

Ich gönne ihn dir. Deine Herzfrequenz wird sich vermutlich gleich wieder melden. Aber das ist jetzt ein Problem für später.

 

Urlaub!

Endlich.Ich darf mich auch erholen!

Die meisten eurer Schritte entstehen jetzt zwischen Hotelzimmer, Frühstücksbuffet und Pool. Manchmal geht es auch zum Strand.

Oder zur Bar.

Oder zurück ins Hotel, weil jemand seine Sonnenbrille vergessen hat.

Oder die Sonnencreme.

Oder das Handy.

Oder alles nacheinander.

Ich registriere einen neuen Statusbericht.

Aktivität: moderat.

Puls: entspannt.

Stress: niedrig.

Schlaf: deutlich besser.

Endlich. Ihr habt verstanden, wie Urlaub funktioniert. Naja, fast, denn dann kommt das Frühstück.

 

Frühstück: Die wichtigste sportliche Disziplin des Urlaubs

Ich beobachte euch am Buffet. Jeden Morgen im Urlaub.

Ihr kommt herein. 

Dein Puls: Entspannt. Dein Stresslevel: Niedrig. Deine Motivation: Hoch.

Dann siehst du das Buffet. Dein Puls steigt leicht.Nicht vor Aufregung.Na gut.

Vielleicht ein bisschen.

Erster und zweiter Gang erfolgt. „Ich nehme nur noch einen Kaffee.“ Ich kenne diesen Satz. Er bedeutet: „Ich komme gleich noch einmal.“ Und tatsächlich. Du gehst zurück.

Ich registriere: Schritte: 847

Aktivität: Frühstücksbuffet

Kalorienverbrauch: überschaubar

Kalorienaufnahme: Wir sprechen später darüber.

 

Dann kommt die schwierigste Entscheidung des Morgens:

„Nehme ich noch ein Stück Kuchen?“Dein Puls steigt.

Ich vermute: Das ist Aufregung. Oder der Zucker. Oder beides? Ich würde jetzt gerne deine Fitnessdaten mit dem Buffet abgleichen. Aber das wäre wissenschaftlich vermutlich nicht ganz fair.

 

Mittagessen: Das Buffet schlägt zurück

Nach dem Frühstück geht es zum Pool.

Ihr schwimmt,  planscht und diie Kinder springen ins Wasser.

Du schwimmst ein paar Bahnen. Ich registriere:

Aktivität erkannt.

Endlich. Sport!

Oder zumindest etwas, das ich als Sport verkaufen kann. Nach zwei Stunden kommt die Frage:

„Ich könnte jetzt schon wieder was essen.“ Ich überprüfe die Zeit.

Seit dem Frühstück sind 2 Stunden und 17 Minuten vergangen. Ich bin beeindruckt.

Ihr geht zum Mittagessen. Erster Teller. Zweiter Teller. „Ich probiere nur mal das.“

Dritter Teller. Ich sehe, wie du dich langsam vom Buffet entfernst.

Dein Aktivitätslevel: niedrig. 

Deine Schrittzahl: stabil.

Dein Kalorienverbrauch: vorerst überschaubar.

Deine Kalorienaufnahme: Ich möchte meine Akkulaufzeit nicht mit solchen Diskussionen verschwenden. Dann kommt der Nachtisch. Du sagst: „Ich bin eigentlich satt.“

Ich kenne diesen Satz. Er bedeutet: „Ich werde jetzt noch mindestens zwei Desserts essen.“ Und tatsächlich. Beginnt mit Eis, Kuchen und endet mit Obst. Oh, da ist noch irgendetwas, das aussieht wie Tiramisu. Ich registriere eine wichtige Erkenntnis:

Sättigung ist offenbar keine feste Größe.

 

Der Verdauungsspaziergang

Nach dem Essen beschließt ihr, einen kleinen Spaziergang zu machen.

„Nur eine Runde.“ Ich bin erleichtert. Endlich wieder Bewegung.

Nach 200 Metern kommt die Frage: „Wollen wir uns kurz hinsetzen?“

Ich überprüfe eure Aktivitätsdaten. Das war kein Spaziergang. Es war eine kulinarische Erholungspause mit sehr kurzem Fußweg.

Aber gut. Ich akzeptiere es.Urlaub ist schließlich Urlaub. Und immerhin: Ihr habt euch bewegt. Theoretisch.

 

Die große Wanderung

Einen Urlaubstag beschließt ihr: Heute wird es sportlich. Eine Wanderung.

Bergauf.

Bergab.

Sonne.

Wärme.

Und natürlich: „Das sieht auf der Karte gar nicht so weit aus.“

Ich kenne diesen Satz inzwischen. Er bedeutet: Wir werden länger unterwegs sein. Viel länger.

Deine Schritte steigen.

Dein Puls steigt.

Deine Atemfrequenz steigt.

Deine Smartwatch erkennt:

Aktivität: Wandern.

Ich erkenne die Ausgangssituation.

Familie: leicht optimistisch gestartet.

Nach einer Stunde dann eine Veränderung.

Familie: weniger optimistisch.

Nach zwei Stunden:

Familie: dringend auf der Suche nach dem nächsten Restaurant.

Aber hey: Deine Fitnessdaten sehen hervorragend aus.

Du hast ordentlich Kalorien verbrannt. Deine Ausdauer wird trainiert.

Und ich kann dir sogar zeigen, wie lange du schon unterwegs bist. Das Beste daran? Du hast jetzt einen perfekten Grund für ein großes Abendessen.

Ich sehe schon: Das Buffet wird sich freuen.

 

Frau in Oberteil sitzt an einem Tisch mit zwei Kindern und lacht

Der Abend: Essen, als gäbe es kein Morgen

Abends geht ihr in ein Restaurant.

Ich registriere:

Puls: normal.

Dann kommt die Speisekarte.

Puls: leicht erhöht.

Ihr entdeckt die Tageskarte.

Puls: deutlich erhöht.

Der Kellner fragt: „Darf es noch eine Vorspeise sein?“

Ich sehe deinen Puls. Du sagst: „Eigentlich nicht.“

Dein Gesicht sagt: „Vielleicht.“

Die Familie sagt: „Wir können uns ja eine teilen.“

Ich weiß, wie diese Geschichte endet. Es werden drei. Dann kommt der Hauptgang.

Danach kommt die Frage: „Möchte jemand noch ein Dessert?“

Alle sagen:„Nein.“ Drei Sekunden später: „Was gibt es denn?“

Ich gebe auf.

 

Der Schlüssel, der schwimmen lernen wollte

Am nächsten Tag geht es wieder zum Pool.

Sonne.

Wasser.

Entspannung.

Du ziehst deine Badehose an. Dein Autoschlüssel steckt in der Tasche.

Ein kleiner Fehler. Ich hätte dich gerne gewarnt. Aber ich kann zwar deinen Puls messen, nicht deine Hosentaschen kontrollieren. Also ab ins Wasser.

Du schwimmst.

Du planschst.

Du springst.

Du tauchst.

Und irgendwo zwischen dem dritten Sprung und dem fünften Bauchplatscher passiert es: Der Autoschlüssel fällt aus deiner Shorts. Ins Wasser. Du merkst nichts.Natürlich nicht. Warum solltest du auch? Du bist im Urlaub.

Du bist entspannt.

Dein Puls: Niedrig.

Dein Stresslevel: Niedrig.

Deine Atemfrequenz: Entspannt.

Die Situation: Noch völlig harmlos.

Dann gehst du zurück zum Handtuch. Und plötzlich: „Wo ist der Autoschlüssel?“

Ich registriere eine Veränderung.

Puls: steigt.

„Hat jemand den Schlüssel gesehen?“

Puls: steigt weiter.

„Der war doch in meiner Tasche!“

Stresslevel: steigt.

„Hat jemand die Tasche genommen?“

Atemfrequenz: erhöht.

„Nein, natürlich nicht!“

Ich sage nichts. Schließlich bin ich eine Smartwatch. Aber wenn ich sprechen könnte, würde ich sagen: „Vielleicht ist er schwimmen gegangen.“

Und tatsächlich. Die Suche beginnt:

Ihr durchsucht die Taschen.

Die Handtücher.

Die Strandtasche.

Das Auto.

Die Liegen.

Die Wege.

Ihr lauft hin und her.

Ich zähle mit. Natürlich, was sonst.

1.200 Schritte.

2.000 Schritte.

3.500 Schritte.

Ihr habt inzwischen mehr Schritte gemacht als bei eurem geplanten Spaziergang am Vortag.

Ich nenne das: Schlüssel-Such-Workout.

Dein Puls ist mittlerweile auf einem Niveau, bei dem ich überlege, ob ich eine Sportart erkennen soll.

 

Der Ersatzschlüssel: Jetzt wird es teuer

Nach einer gefühlten Ewigkeit steht fest: Der Schlüssel ist weg. Vermutlich im Wasser. Oder irgendwo da, wo Schlüssel gerne verschwinden.

Also beginnt die nächste Phase:

Was kostet ein Ersatzschlüssel?

Plötzlich ist niemand mehr entspannt.

Der Puls steigt.

Der Stress steigt.

Die Atemfrequenz steigt.

Und dann kommt die Erkenntnis:

Es ist nicht einfach nur ein Schlüssel.

Es ist ein moderner Autoschlüssel.

Mit Elektronik.

Mit Funk.

Mit Wegfahrsperre.

Mit allem, was einen kleinen Schlüssel ziemlich teuer machen kann.

Ihr googelt.

Ihr rechnet.

Ihr googelt noch einmal.

Dann kommt die nächste Frage:

„Wie kommen wir überhaupt wieder nach Hause?“

Ich registriere:

Stresslevel: kritisch.

Schrittzahl: unnötig hoch.

Fitnesslevel: verbessert.

Urlaubsstimmung: vorübergehend nicht verfügbar.

Am Ende braucht ihr eine Lösung:

Vielleicht einen Ersatzschlüssel.

Vielleicht einen Schlüsseldienst.

Vielleicht Hilfe vom Hersteller.

Vielleicht sogar einen Abschleppdienst, falls das Auto ohne passenden Schlüssel nicht bewegt werden kann.

Und während ihr überlegt, was jetzt zu tun ist, denke ich: Ihr habt gerade im Urlaub etwas gelernt. Autoschlüssel sind erstaunlich klein. Und erstaunlich teuer. Ein kleines Stück Metall oder Elektronik kann plötzlich mehr kosten als das komplette Abendessen. Und das will etwas heißen.

 

Die Rückkehr des Schlüssels

Und dann passiert das Unglaubliche.

Jemand findet ihn. Nicht in der Tasche.

Nicht unter dem Handtuch.

Sondern: Im Wasser.

Natürlich.

Der Schlüssel hat die ganze Zeit ein entspanntes Wellnessprogramm im Pool genossen.

Ich registriere:

Dein Puls sinkt.

Dein Stresslevel sinkt.

Deine Atemfrequenz normalisiert sich.

Die Familie atmet auf. Der Schlüssel? Wahrscheinlich weniger.

Jetzt stellt sich nur noch eine Frage:

Funktioniert er noch?

Stille.

Ihr schaut euch an. Ich beobachte eure Herzfrequenz.

Ich sage: „Bitte nicht schon wieder.“

“Bestimmt!” sagt ihr alle. Die Stimmung ist voerst gerettet.

Und ich?

Ich habe einen neuen persönlichen Rekord bei der Stressmessung.

Vielen Dank auch.

 

Familie mit zwei Kindern steht auf Flugzeugtreppe vor Passagierflugzeug mit zwei Koffern

Rückflug

Ihr kommt wieder an. Alle von euch. Fast alle Koffer auch.

Betonung liegt auf: fast.

Denn plötzlich steht da …

…ein fast identischer schwarzer Koffer. Ich beobachte die Situation.

Dein Puls steigt.

Der Stresspegel steigt.

Die Atemfrequenz verändert sich.

Die Familie diskutiert.

Ein Koffer wird geöffnet. Falscher Koffer.Dann noch einer. Dann endlich:

Der richtige. Puls sinkt. Stress sinkt.

Ich registriere: Situation erfolgreich gelöst.

 

Das große Finale

Shuttle zurück.

Alle steigen aus. Ja. Wirklich alle.

Und dann kommt die alles entscheidende Frage: „Wo haben wir eigentlich geparkt?“

Stille.

Sehr lange Stille.

Ich beobachte, wie ihr nach links lauft.

Dann nach rechts.

Dann wieder zurück.

Deine Schrittzahl steigt.

Dein Puls steigt.

Deine Atemfrequenz steigt.

Dein Stresslevel?

Sagen wir mal:

Ich habe schon entspanntere Spaziergänge gesehen.

Dann wird diskutiert.

Ich zähle.

Und zähle.

Und zähle.

Irgendwann taucht sie auf: Die Familienkutsche!

Dein Puls normalisiert sich. Dein Stresslevel sinkt.

Und dann die Überraschung: Das Auto glänzt. Die Reifen sind geprüft.

Die Batterie ist gecheckt. Innen ist alles sauber. Und es riecht besser als vor dem Urlaub. Ich würde sagen: Das ist ein ziemlich gutes Ende.

Fast schade, dass jetzt wieder alle einsteigen.

Und diesmal: Schlüssel nicht vergessen.

Ich habe da so ein Gefühl!

 

Zuhause

Die Tür geht auf. Ihr seid wieder da! Und jetzt beginnt der wahre Endgegner:

Koffer auspacken.

Wäsche sortieren. Souvenirs verteilen. Dann Ladekabel suchen. Und irgendwo fehlt natürlich noch eine Socke. Deine Smartwatch beobachtet das Ganze.Deine Schrittzahl steigt erneut.

Dein Puls ist überraschend stabil. Dein Stresslevel? Ich sage nur: Die Socke ist noch nicht gefunden.

Aber dann passiert etwas Erstaunliches. Du schläfst. Lange, tief und erholsam.

Am nächsten Morgen sieht die Welt schon wieder anders aus. Dein Ruhepuls ist zurück auf Normalniveau. Deine Schlafanalyse zeigt das auch an.

Erholung: sehr gut.

Dein Körper hat sich offenbar vom Urlaub erholt oder von der Rückkehr. Das ist manchmal schwer auseinanderzuhalten.

 

Mein Fazit als Smartwatch

Ein Urlaub beginnt nicht erst am Flughafen.

Er beginnt schon Wochen vorher.

Mit der Buchung.

Mit dem Packen.

Mit kurzen Nächten.

Mit steigender Vorfreude.

Und manchmal auch mit einem ziemlich hohen Puls.

Ich habe euch auf Schritt und Tritt begleitet.

Ich habe gesehen, wann ihr gestresst wart.

Ich habe gemerkt, wann die Aufregung euren Puls in die Höhe getrieben hat.

Ich habe registriert, wann ihr zu wenig geschlafen habt.

Ich habe eure Atemfrequenz beobachtet.

Eure Fitnessmomente erkannt.

Ich habe gesehen, wie ihr geschwommen, gewandert und durch Flughäfen gerannt seid.

Ich habe erlebt, wie ein Autoschlüssel spontan beschlossen hat, Urlaub im Pool zu machen.

Ich habe euren Stress gemessen, während ihr über Ersatzschlüssel und mögliche Kosten nachgedacht habt.

Und ich habe ziemlich genau mitbekommen, wie oft ihr am Buffet wart.

Sagen wir es so: Ihr habt im Urlaub viel erlebt.

Mein Rat für den nächsten Urlaub?

Das Auto rechtzeitig checken.

Den Parkplatz vorher buchen.

Zusätzliche Services nutzen.

Koffer markieren.

Sich merken, wo das Auto steht.

Den Autoschlüssel vielleicht nicht mit zum Schwimmen nehmen.

Ausreichend schlafen. Genug trinken.

Und vielleicht nicht jeden Tag versuchen, das Buffet persönlich zu besiegen.

Und vor allem: Nicht vergessen, dass Urlaub auch Erholung sein soll.

Und ich? Ich freue mich schon auf euren nächsten Urlaub.

Vielleicht schaffen wir es dann ja sogar, dass dein Puls nicht schon beim Kofferpacken auf Trainingsniveau steigt. Ich kenne ja deinen Puls. (LJ)

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