Karte
planeform
Datum wählen
Datum wählen
Suchen

Wie Europas Urlauber 2026 verreisen

Gruppe junger Menschen sitzt lachend im Kreis am Strand vor dem Meer

Teil 1 von 2: Vom Bulli bis zum Billigflieger und warum gute Planung schon die halbe Reise ist.

Es gibt diesen einen Moment, den wahrscheinlich jeder kennt. Der Koffer ist eigentlich gepackt (Mit unserem Reiseheld planen, packen und parken). Bis plötzlich jemand fragt, ob der Reisepass überhaupt noch gültig ist. Stille. Dann beginnt das große Überlegen und das akribische Suchen. Gedanken werden zermartert, Unterlagen werden umsortiert, Jackentaschen kontrolliert, Schubladen geöffnet und plötzlich taucht noch ein einzelner bunter Flip-Flop auf, von dem niemand wusste, dass er überhaupt existiert. Im Büro nennen wir diesen Moment liebevoll den offiziellen Start in den Urlaub.

Denn ganz ehrlich: Kaum eine Reise beginnt völlig stressfrei. Und genau deshalb beschäftigen wir uns so gerne mit Reisen. Nicht nur mit Urlaubszielen, sondern auch mit allem, was davor passiert. Parkplatz buchen, Flug auswählen, Koffer packen, Familie koordinieren, Hund unterbringen, Wetter checken, Sonnencreme kaufen und irgendwo zwischendurch noch arbeiten und die Kinder bespaßen. Die eigentliche Reise beginnt nämlich lange bevor das Flugzeug startet.

 

Europa liebt Urlaub wie lange nicht mehr

Die gute Nachricht zuerst: Die Reiselust ist auf Rekordniveau zurück. Nach Untersuchungen des Deutschen Reiseverbands und aktuellen Tourismusstudien planen rund 60 Prozent der Deutschen wieder mindestens eine längere Urlaubsreise pro Jahr. Das Niveau liegt inzwischen wieder auf oder sogar über dem der Zeit vor der Pandemie.

Dabei fällt auf, dass die Menschen bewusster und preisbewusster reisen. Angebote, Preise und verschiedene Optionen werden viel intensiver verglichen als früher. Es wird früher geplant und das verfügbare Budget lieber in schöne Erlebnisse vor Ort investiert als in materielle Dinge. Besonders gefragte Urlaubsländer bleiben weiterhin Spanien, Italien, Griechenland, die Türkei, Kroatien und Österreich. Aber auch Städtereisen nach Amsterdam, Paris, Prag, London oder Kopenhagen erleben weiterhin einen echten Boom.

 

Wohin reisen wir und unsere europäischen Nachbarn?

Spannend wird es, wenn man auf das eigene Land und dann über die Landesgrenzen schaut. Denn obwohl alle irgendwie Urlaub machen möchten, macht das nicht jeder auf dieselbe Weise.

 

Deutschland

Die Deutschen gelten als wahre Planungsweltmeister. Zumindest behauptet das regelmäßig die internationale Presse. Parkplatz-Anbieter können das nur bestätigen: Manche Kunden reservieren ihren Stellplatz früher als den Flug, um sich den besten Deal nicht entgehen zu lassen. Ganz unrecht haben sie nicht, denn vor allem in den Sommerferien steigen die Preise vieler Flughafenparkplätze deutlich an. Früh buchen lohnt sich deshalb fast immer.

 

Polen

Viele polnische Familien (Urlaub 2026: So reisen deutsche und polnische Familien) fahren traditionell häufiger mit dem eigenen Auto in den Urlaub. Zwölf Stunden Fahrt nach Kroatien? Für viele gehört das einfach zum Sommer dazu. Dafür wird unterwegs gepicknickt, Musik gehört und irgendwo hinter Österreich diskutiert, wer eigentlich den besten Kartoffelsalat für die Fahrt vorbereitet hat.

 

Niederlande

Die Niederländer haben eine bemerkenswerte Eigenschaft: Egal wohin sie fahren, ein Fahrrad kommt meistens mit. Camping ist hier beinahe Nationalsport. Ob Wohnmobil, Wohnwagen oder Auto mit Dachbox – Hauptsache draußen in der Natur.

 

Frankreich

Viele Franzosen verreisen am liebsten im eigenen Land. Das ist absolut verständlich: Mit Atlantikküste, Alpen, Provence und Mittelmeer direkt vor der Haustür muss man nicht zwingend weit fliegen, um Traumurlaub zu machen.

 

Italien

Auch Italiener verbringen ihren Urlaub häufig innerhalb des eigenen Landes. Wenn sie verreisen, gehört gutes Essen genauso zur Planung wie der Dokumentencheck. Es gibt wohl kaum eine Raststätte in Italien ohne hervorragenden Espresso.

 
Zwei Kinder sitzen lachend auf der geöffneten Heckklappe eines Autos, während zwei Erwachsene daneben Gepäck in einen zweiten Wagen laden

Wie reisen die Menschen eigentlich?

Das Auto bleibt Europas wichtigstes Verkehrsmittel. Statistiken von Eurostat zeigen regelmäßig, dass rund 70 bis 75 Prozent aller Urlaubsreisen innerhalb Europas mit dem eigenen Auto beginnen. Erst danach folgen Flugzeug, Bahn und Fernbus.

Der Grund dafür ist simpel: Das Auto macht vieles einfacher. Mehr Gepäck, mehr Flexibilität und mehr Platz. Vor allem Familien schätzen genau das. Denn wer schon einmal versucht hat, mit zwei Kindern, drei Koffern, einem Buggy, einer Kühltasche und einem Kuscheltier in den Zug einzusteigen, weiß: Ein eigener Kombi wirkt plötzlich wie ein kleines Raumwunder.

 

Welcher Reisetyp bist du?

Reisen sagt erstaunlich viel über Menschen aus. Nach einigen Jahren im Reisegeschäft erkennt unser Team bestimmte Muster ziemlich schnell.

 

Die Familienmanager

Familien reisen selten leicht, sondern hochgradig organisiert. Zumindest versuchen sie es. Bei der Ankunft am Parkplatz wird das Auto ausgeladen wie ein kleiner Umzugswagen, Getränke werden verteilt und die Kinder spielen schon Fangen, während die Großeltern beruhigen. Mehrgenerationenreisen gehören inzwischen zu den größten Reisetrends Europas. Immer häufiger reisen Eltern, Kinder und Großeltern gemeinsam. Das bringt viele Vorteile, aber auch organisatorische Herausforderungen. Je mehr Personen reisen, desto wichtiger werden ausreichend Zeit, kurze Wege, zuverlässige Shuttlebusse und ausreichend große Fahrzeuge (Reisen mit der Familie – Parken, Palmen, Pech und Pannen?!).

 

Paare

Häufig planen Paare spontaner. Ein verlängertes Wochenende in Rom, ein Kurztrip nach Barcelona oder Wellness in Österreich ist schnell gebucht. Paare vergleichen häufig besonders intensiv Flugpreise, Hotels, Restaurants und Parkplätze. Wer hier clever plant, spart oft genug Geld für ein zusätzliches Abendessen im Urlaub. Und seien wir ehrlich: Die Pizza schmeckt direkt vor Ort einfach am besten.

 

Solo-Reisende

Alleinreisen liegt voll im Trend. Immer mehr Menschen entdecken, dass alleine verreisen maximale Freiheit bedeutet. Du stehst auf, wann du möchtest, isst, worauf du Lust hast, und niemand diskutiert mit dir darüber, ob heute Museum oder Strand angesagt ist. Solo-Reisende achten bei der Vorbereitung besonders auf Sicherheit, gute Erreichbarkeit, einfache Buchungsprozesse und kurze Wege.

 

Business-Reisende

Während Familien darüber sprechen, was noch in den Koffer passt, denkt der Business-Reisende vor allem an die gute Erreichbarkeit,  die Terminalnähe. Zeit spielt hier die größte Rolle: kurze Shuttlezeiten, digitale Buchungen, schneller Check-in und absolut zuverlässige Abläufe. Wenn das Meeting pünktlich beginnt, darf auf dem Weg zum Gate keine Minute verloren gehen.

 

Festival-Fans

Festivalbesucher sind eine ganz besondere Spezies. Man erkennt sie sofort: Das Auto ist bis unters Dach vollgepackt mit Zelt, Campingstuhl, Pavillon, Kühlbox, Powerbank und Lichterkette. Irgendwo dazwischen muss auch noch Platz für Kleidung sein. Ob Tomorrowland in Belgien, Sziget in Ungarn, Wacken, Rock am Ring oder Parookaville in Deutschland: Die Anreise mit dem eigenen Wagen ist der eigentliche Auftakt für das Festival-Wochenende.

 

Ein Verkehrsflugzeug steht auf dem Rollfeld eines Flughafens. Im Vordergrund ist ein Teil einer Flugzeugtragfläche zu sehen. Auf dem Rollfeld befinden sich Fahrzeuge und Gepäckwagen. Das Wetter ist sommerlich.

Teil 2: Warum wir 2026 anders reisen

Unsere Art zu reisen verändert sich – und zwar schneller, als man vielleicht denkt. Was ist Reisenden heute wichtiger als noch vor ein paar Jahren? Welche Rolle spielt das eigene Auto? Und warum wird ausgerechnet die Kombination aus Auto und Flugzeug für viele immer interessanter?

In Teil 2 werfen wir einen Blick auf die spannendsten Entwicklungen und zeigen, wie sich unsere Reisegewohnheiten verändern. (LJ)

Fortsetzung folgt!

 

Parkplatz

Okay
Abbrechen
weiteres Fahrzeug
Fertig
Okay

Parkplatz

schließen
Schließen
Ladebildschirm Award

Bitte warten, du wirst automatisch weitergeleitet.